Zeit für eine neue Serie auf FanLeben.de: Ex-Profis im Amateurfußball! Denn Anfang machte hier Mehmet Ekici. Es folgten Marcel Halstenberg, Julian Schieber, Ibrahima Traore und Kevin Großkreutz, während Ömer Toprak den umgekehrten Weg ging, Andreas Görlitz sogar in der Politik aktiv geworden ist, Almut Schult eine neue Position gefunden hat und Daniel Didavi als Hobby-Trainer durchstartet. Heute geht es nach Freiburg.
So ein richtiges Ende der Profikarriere ist es nicht, wenn man in der viertklassigen Regionalliga weiterspielt, aber wenn man gerade vom Europa-League-Finale kommt, dem ersten in der Geschichte des eigenen Vereins, und dann zurück in die Fußballschule wechselt, ist es trotzdem ein ziemlich eindeutiges Commitment zum Fußball – und vor allem zum eigenen Heimatverein. Und insofern passt Nicolas Höfler ja doch auch in diese Reihe. Denn eigentlich wollte der Sechser in diesem Sommer seine Fußballschuhe an den Nagel hängen, aber so ganz ohne Fußball kann er dann doch nicht: „Für mich fühlt es sich ein Stück weit wie Nachhausekommen an. Ich habe hier vier Jahre in der Fußballschule gelebt und anschließend bei der Zweiten Mannschaft gespielt. Ich verbinde mit dieser Zeit unglaublich viel. Der Fußball macht mir nach wie vor riesigen Spaß und gleichzeitig freue ich mich darauf, die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren an die jungen Spieler weiterzugeben und sie auf ihrem Weg zu unterstütze“, saget Höfler, der ab sofort für die zweite Mannschaft des Sport-Clubs spielen wird.
Und Martin Schweizer, der Sportliche Leiter der Fußballschule, ergänzt: „Wir freuen uns riesig, dass Chicco ab der kommenden Saison unsere U23 verstärken wird. Mit seiner Erfahrung und seiner Fußballintelligenz kann er für unsere jungen Spieler auf und neben dem Platz eine enorm wichtige Rolle einnehmen. Chicco kennt den SC Freiburg und die Fußballschule wie kaum ein anderer – umso schöner ist es, dass sich dieser Kreis nun für ihn und auch für uns schließt.“ Der in Überlingen geborene Höfler war als 15-Jähriger in den Nachwuchs der Freiburger gewechselt, schaffte den Sprung zu den Profis nach einer Leihe zum damaligen Zweitligisten Erzgebirge Aue und absolvierte anschließend 383 Profispiele für Freiburg. Nur der aktuelle Kapitän Christian Günter (468) sowie Andreas Zeyer (440) trugen das SC-Trikot noch häufiger.
Bei der Rückkehr nach dem Europa-League-Finale gab Höfler seine Entscheidung übrigens bekannt – und wurde anschließend besonders frenetisch von den SC-Fans gefeiert. Zurecht. Denn Nicolas Höfler hat den Sport-Club Freiburg über mehr als ein Jahrzehnt entscheidend mitgeprägt. Und wird jetzt der nächsten Generation Freiburger Fußballschüler bei ihrem Weg zu seiner Nachfolge helfen. Besser kann es gar nicht laufen. Und zwar für alle Beteiligten.
