FanLeben.de vor: BVB-Frauen mit außergewöhnlicher Leistung gegen Regionalliga-Spitzenreiter

1.845 Zuschauer*innen waren gestern ins altehrwürdige Stadion Rote Erde zum Westfalenpokal-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FFC Recklinghausen gekommen. Knapp 2.000 Zuschauer*innen – eine gerade für einen Mittwochabend beeindruckende Kulisse, lag doch der Zuschauer*innenschnitt der Frauen-Bundesliga in der vergangenen Saison bei gerade einmal 3.500.

Beeindruckend ja, aber nicht überraschend: Zum einen hatte das Spiel diesen Andrang sportlich verdient. Immerhin grüßt Recklinghausen aktuell als Tabellenführer von der Spitze der Regionalliga West, also dem Platz, den die BVB-Frauen am Ende der Saison einnehmen wollen, um im zweiten Anlauf (endlich) den Sprung in die 2. Bundesliga zu schaffen. Zum anderen bewirbt der BVB seine Frauenmannschaft immer aktiver und greift so immer mehr auf seinen immensen Pool an Fans zurück.

Die Stimmung im Stadion war dabei auch wirklich gut: Zum Einlauf der Mannschaften gab es eine Aufzieh-Choreo, die Tore wurden mit geschwenkten Zahl bejubelt, immer wieder gab es verschiedene Sprechchöre. Bei Heimspielen im Liga-Betrieb ist im Stadion Rote-Erde dabei sogar noch mehr los. Kein Wunder: Ziel ist es, dass die Frauen eines Tages selbst auch Bundesliga-Spiele direkt nebenan, im Signal-Iduna-Park, austragen.

Wie lange das noch dauert? Schwer zu sagen. Aber geht es nach den BVB-Verantwortlichen soll es möglichst schnell gehen. Neben Alex Popp verpflichtete der BVB in diesem Sommer ja auch den erfolgreichsten Frauenfußballmanager Deutschlands, Ralf Kellermann, als neuen Sportdirektor. Mit Markus Högner ist einer der profiliertesten Talententwickler Cheftrainer. Und neben Popp kamen Lara Schmidt und Ricarda Walking vom Bundesligisten Werder Bremen sowie Lena Ostermeier, Jacqueline Meister, Lany Bäcker und Ramona Maier von Bundesliga-Absteiger SGS Essen und Torfrau Manuela Zinsmeier vom FC Arsenal. Die Spielerinnen arbeiten unter Profibedingungen, verdienen teilweise auf Bundesliga-Niveau. Der BVB baut also Strukturen auf, die ihn bis nach Europa tragen sollen.

Und diese Qualität sieht man schon jetzt. Gestern Abend zum Beispiel waren die BVB-Frauen dem FFC Recklinghausen um Längen überlegen, ein Klassenunterschied war zu sehen. Und so gewannen die Borussinnen auch ungefährdet 6:0. Wie gesagt: Gegen den amtierenden Spitzenreiter ihrer eigenen Liga. Viel spricht also dafür, dass es dieses Jahr dann auch klappt mit dem Zweit-Liga-Aufstieg.

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Von admin