Schlechte Nachrichten für den 1. FC Nürnberg: Mohamed Ali Zoma hat sich gestern Abend die Schulter ausgekugelt und wird dem Club damit einige Wochen fehlen. Der Ausfall kommt für die Mannschaft von Miroslav Klose zur Unzeit, denn Zoma ist zweifelsohne einer der stärksten Offensivspieler der 2. Bundesliga – und seit diesem Monat sogar italienischer A-Nationalspieler.
„Es war eine unglaubliche Erfahrung für mich. Ich habe es sehr genossen“, beginnt Momo Zoma seine Erzählungen über die XXL-Länderspielpause vor zwei Wochen. Und weiter: „Vor dem ersten Training war ich sehr angespannt. Alles war neu, doch ich habe einfach versucht, meine Leistung zu bringen.“ Und als Neuling und Zweitligaspieler fühlte er sich während seiner Zeit bei der Mancini-Elf dann auch gar nicht erst: „Ich war zwar ‚der Neue‘, aber die Mannschaft, der Staff und das Trainerteam haben mich super aufgenommen und sind mir allesamt auf Augenhöhe begegnet. Man hat den Spielern nicht angemerkt, ob sie Stars sind oder nicht, sondern alle wollen ihr Bestes für Italien geben“, so Zoma.
Sportlich sei die Zeit nochmal eine neue Herausforderung gewesen: „Das Niveau ist natürlich sehr hoch. Ich bin jetzt aber nur noch motivierter, um weiter an mir zu arbeiten und besser zu werden, damit ich auch dieses Niveau erreichen und mich steigern kann.“ Übrigens: Wie auch Jürgen Klopp nominierte auch Italien-Trainer Roberto Mancini mehr Spieler für die Nations League als Platz auf dem Spielberichtsbogen hatten. Ein Einsatz war für Zoma also keineswegs garantiert. Schlussendlich wurde der Angreifer darum zunächst mit zwei Kadernominierungen für seine Trainingsleistungen belohnt und saß unter anderem im Spiel gegen Frankreich auf der Bank. Allein das: „Eine unglaubliche Erfahrung. Die französische Nationalmannschaft ist wirklich auf einem Top-Level“, lautet seine Einschätzung. Aber es wurde noch schöner. In der 80. Spielminute feierte er im Olimpico di Roma sein Debüt und ist seitdem offizieller italienischer Nationalspieler: „Meine ganze Familie und Freunde waren im Stadion. Normalerweise schauen wir die Länderspiele von Italien zusammen im Fernseher an. Jetzt durfte ich mir das Trikot überziehen und selbst spielen. Das war einfach unfassbar und sehr emotional für mich.“
Anschließend ging es zurück nach Franken, wo es zuletzt, gegen den VfL Wolfsburg und Energie Cottbus, zwei Unentschieden gab. Beim 4:4 gegen Wolfsburg steuerte Momo Zoma dann sein siebtes Tor im siebten Spiel bei, gegen Cottbus wiederum musste er – wie erwähnt – verletzt ausgewechselt werden. Und nicht nur ganz Nürnberg hofft, dass sich der Spieler schnell erholt – auch in Italien drücken sie ihrer neuen Sturmhoffnung nach Kräften die Daumen.
